Aufbruch

Neue Verantwortung, viele Begegnungen und ein gemeinsamer Blick nach vorn

Liebe Freundinnen und Freunde von Aktion Kindertraum!

Wieder einmal liegen intensive Reisewochen kreuz und quer und rauf und runter durch die deutsche Republik hinter mir. Intern haben wir zuvor eine weichenstellende Entscheidung mit Blick auf Gegenwart und Zukunft von Aktion Kindertraum getroffen.

Verantwortung gemeinsam tragen

Seit kurzem bilden Michaela Nocke und ich in der Geschäftsführung eine Doppelspitze. Für mich stand immer ganz oben auf meiner Agenda: „Verantwortung frühzeitig teilen, Wissen weitergeben und gemeinsam Zukunft gestalten.“ Als Gründerin und Geschäftsführerin von Aktion Kindertraum bin ich sehr froh, dass Michaela Nocke und ich nun jetzt und künftig beide als Geschäftsführerinnen agieren.

Gemeinsamer Aufbruch! Die neue Doppelspitze Michaela Nocke und Ute Friese geht voran.
Gemeinsamer Aufbruch in die Zukunft: Michaela Nocke und Ute Friese

Michaela ist schon seit über 22 Jahren bei Aktion Kindertraum dabei, ihre Expertise, ihre Erfahrung, ihren Elan möchte ich längst nicht mehr missen – ganz zu schweigen von ihrem Herzblut und ihrer Hartnäckigkeit für unsere gemeinnützige Organisation. Nun werden wir also noch intensiver und enger zusammenarbeiten. Während Michaela sich vor allem um das operative Geschäft, dazu zählen etwa auch intern Finanzen und Personalführung, kümmern wird, bleibe ich dem Netzwerken, der Öffentlichkeitsarbeit und den Events rund um Aktion Kindertraum bundesweit treu. Ich werde also nach wie vor sehr viel für Aktion Kindertraum unterwegs sein.

Aufbruch mit der Engels-Fackel

Da wären etwa zu nennen die bundesweiten Familienunternehmer-Tage in Stuttgart. Diese beiden Tage hatten vor allem Wachstumskurse und die Zukunft von Familienunternehmen, die zumeist im Mittelständischen zu finden sind, zum Thema.

Kalt war es am 12.05.2026 aber im Superhelden-Mobil unter der Engels-Fackel ging es heiß her.

Zurück in Hannover ging es zum traditionellen Kinder-Lebens-Lauf, der jährlich vom Bundesverband Kinderhospiz initiiert wird. Der Lauf macht seit vielen Jahren auf die Situation von Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzenden Krankheiten aufmerksam. Wir von Aktion Kindertraum übernahmen die Engels-Fackel für eine Weile des Weges, wie wir es jedes Mal in Hannover tun. Start des Kinder-Lebens-Laufs war im April am Brandenburger Tor in Berlin, er endet im Oktober im Europa-Park Rust in Baden-Württemberg.
Später bin ich dann mit meiner Kolleginnen Beate Herschel im Zug nach Erlangen gefahren, wo wir in Mittelfranken die Fackel zunächst beim TV 1848 Erlangen und beim House of Sports und dessen Geschäftsführer Markus Giegold übergaben.

Neue Impulse, neue Perspektiven

In Hannover war ich zum ersten Mal beim Business Club der Unternehmerinnen veranstaltet von der Commerzbank unter der Headline „Austausch, Vernetzung, Unternehmertum – unser Interessenabend“ diskutierten wir Themen wie Wachstum, Führung, Unternehmensnachfolge und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Hier wurde mir eindringlich bewusst, wie gut es war, jetzt schon eine Doppelspitze ins Leben zu rufen und auch – vor allem als Frau- selbst die private Absicherung und Altersvorsorge in die Hand zu nehmen. Gerade wir Frauen neigen dazu, das Wohl der anderen über das eigene zu stellen.

Zwischendurch konnte ich zusammen mit einer Freundin eine einwöchige, kulturgeprägte Verschnaufpause einlegen, und zwar in Venedig bei der 61. Internationalen Kunstausstellung La Biennale di Venezia. Ich war dort jeden Tag aufs Neue überwältigt von der enormen, positiven und kreativen Kraft der modernen Kunst. Im deutschen Pavillon sah ich „Ruin“, eine Ausstellung von Henrike Naumann und Sung Tieu, sie widmete sich deutsch-deutschen Geschichten. Dieses beeindruckende Werk wurde nach dem überraschenden Ableben Henrike Naumanns vollendet.

Begegnungen, die bleiben

Aufgetankt mit guter Energie und optimistischer Power konnte ich meine Geschäftsreisen und Termine für Aktion Kindertraum fortsetzen. Die langjährige Vorstandsreferentin der Stiftung Hannoversche Kinderheilanstalt Auf der Bult lud anlässlich ihres Abschiedes zu einem herrlichen und ungezwungenen Sommerfest aufs Land ein. Amalie von Schintling-Horny wollte ihren letzten Arbeitstag im Kreise befreundeter und vertrauter Weggefährten und Weggefährtinnen zu verbringen, nach 23 Jahren ehrenamtlicher und beruflichen Engagements. Ich glaube, sie hat sich im Kreise ihrer Freundinnen und Freunde sehr wohlgefühlt und wir als Gäste mochten uns gar nicht losreißen.

Ute Friese und Michaela Nocke zu Gast bei Amalie von Schintling-Horny, die gemeinsam mit vielen Wegbegleitern ihren letzten Arbeitstag feierte.

Einen ganz anderen Charakter hat das alljährliche Sommerfest der Niedersächsischen Landesvertretung in Berlin – es ist zwar auch informell, aber eben doch politischer und tagespolitischer geprägt. Der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies inklusive des Kabinetts, Bundesminister und wichtige Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus der niedersächsischen Wirtschaft feierten zusammen mit Vertretern großer Verbände und Medien einen ungezwungenen und lockeren Sommerabend. Und die Premiere des neuen Slogans: Niedersachsen. Das ist Groß.

Die Kampagne „Niedersachsen. Das ist groß.“ wurde beim Sommerfest des Bundeslandes vorgestellt.

Entspannt ging es nur einige Tage später bei der ersten Lifestyle Messe des Klavierhauses Döll, das Aktion Kindertraum sehr verbunden ist, auf Einladung von Ariane Jablonka zu. Das Publikum war ebenso hochkarätig wie die exklusiven Objekte von Rolex und Porsche, Diamanten, Büromöbel oder Bilder konnten begutachtet werden. Meine Gespräche in einer lockeren Atmosphäre waren einmal mehr inspirierend und ermutigend für die Weiterentwicklung von Aktion Kindertraum.

Ute Friese (rechts) traf die Hamburger Unternehmerin Patrizia Baronetti beim Lifestyle Abend im Klavierhaus Döll.

Danach habe ich mir noch ein Wochenende in Wien mit meiner Tochter Sina, die ja mittlerweile ebenfalls bei Aktion Kindertraum arbeitet, gegönnt. Und ich kann Ihnen versichern: Mutter und Tochter sprechen nicht 24/7 über Aktion Kindertraum…aber ab und zu schon.

Blick nach vorn

Wenig später war ich eingeladen zum traditionellen „Vorwärts nach Weit“-Treff in Hannover, einem der wichtigen Medienpolitik- und Wirtschafts-Events in unserer Landeshauptstadt. Er ist immer eine gute Chance, mehr über aktuelle politische Entwicklungen verbunden mit Polit-Klatsch-und-Tratsch zu erfahren, unterhaltsam, spannend und manches Mal ziemlich vertraulich. Dieses Mal ging es darum das bundesweit einmalige Albus-Projekt, ein autonomer Linienbus für Hannover, näher kennenzulernen. Der Pilot-Bus bedient derzeit 13 Haltestellen, durchquert zehn Ampelkreuzungen und bewältigt Herausforderungen wie etwa einen Kreisverkehr. Ich muss schon sagen: Ich war schwer beeindruckt.

Der Vorstand und in der Mitte die Preisträger Dr. Aleksandr Vogelsang, der den Sonderpreis der Jungunternehmer erhielt und Andreas Berndt von der Hannoverschen Kaffeemanufaktur GmbH – geehrt für regionale Qualität und Nachhaltigkeit.

Die Familienunternehmer der Region Hannover kürten dieses Jahr Andreas Berndt, Gründer und Inhaber der Hannoversche Kaffeemanufaktur, zum Unternehmen des Jahres. Bei schönstem Wetter fiel es allen Gästen schwer, zum Festakt in die ehemaligen königlichen Reitställe zu gehen, aber das stilvolle Ambiente mit dem gelungenen Programm begeisterte alle.

Gemeinsam Zukunft gestalten

Powerfrauen in Nürnberg bei der Jahresversammlung des Verbands der Unternehmerinnen.

Sodann brach ich in den Süden Deutschlands auf, genauer: nach Nürnberg, zur zweitägigen Jahresversammlung des Verbands der Unternehmerinnen (VdU). Gut 300 Unternehmerinnen trafen sich unter dem Motto „Transformation, Chancen erkennen, Zukunft gestalten“, um über wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel zu beraten und sich auszutauschen. Welche Impulse können Unternehmerinnen setzen, um nachhaltiges Wachstum und gesellschaftlichen und sozialen Fortschritt zu verbinden? Mich hat hier vor allem der Beitrag von Bundesministerin Dorothee Bär begeistert, und nicht nur mich, denn es gab Standing Ovations für sie. Aber es blieb dennoch Zeit für einem Empfang im Alten Rathauses in Nürnberg und einer Firmenexkursion zu Schmidt Nürnberger Lebkuchen.   

Zwischen Lütje Lage und Hamburger Rathaus

Und nach der Lütjen Lage beim „Damenrundgang“ noch eine Runde im Riesenrad.

Ganz anders ging es einige Tage darauf beim sogenannten „Damenrundgang“ auf dem Schützenfest in Hannover zu: Currywurst und Pommes, Achterbahn, Riesenrad und Kettenkarussell, eine laute und fröhliche Kulisse plus Lütje Lage (Schankbier & Kornbrand gemixt). Leider konnten die Schaustellerfamilien wegen eines Trauerfalls nicht beim Rundgang dabei sein, umso feiner, dass Spenden über 2000 Euro in die Kasse des Schausteller-Kindergartens auf dem Schützenfestplatz flossen.

Beim Sommerfest der Hamburger Bürgerschaft konnte Ute Friese Dr. Peter Tschentscher, den Ersten Bürgermeister der Hansestadt, kennenlernen.

Da war das Parlamentarische Sommerfest im und um das ehrwürdige Hamburger Rathaus mitten in der City ein wenig gediegener und ich hatte die Möglichkeit, den Ersten Bürgermeister der Hansestadt Dr. Peter Tschentscher, kennenzulernen.

Ähnlich historisch, nur noch etwas älter, nämlich aus dem 12. Jahrhundert, ist das Rittergut Störmede auf das der VdU Westfalen zum Treffen eingeladen hatte. Wie konnte es anders sein, ich nahm zum Thema Familienunternehmen neue Anregungen und Ideen mit nach Hannover.

Ute Friese (2.v.l.) zwischen den Unternehmerinnen vom Vorstand des Landesverbandes Westfalen.

Was Engagement möglich macht

Manuela Francke (2.v.l.) von der BBBank Hannover überreichte uns im Auftrag der Stiftung den Scheck über 25.000 Euro.

Zurück in Hannover durfte ich bei einer Scheckübergabe in unserem Büro in der Georgstrasse einen Scheck über 25.000 Euro von der BBBank Stiftung für unsere Arbeit mit großer Freude und Dankbarkeit entgegennehmen.

Sina und Ute Friese zusammen mit Mira, Botschafterkind vom diesjährigen Kinder-Lebens-Lauf.

Mit Sina war ich dann für Aktion Kindertraum in Stuttgart auf einer weiteren Station des Kinder-Lebens-Laufs. Im Mittelpunkt stand natürlich wieder die Engels-Fackel, Symbol für Hoffnung, Leben, Zusammenhalt und Inklusion – wie schön und stark!

Starke Partnerschaften, lange Wege

Jörg Wontorra spielte tagsüber Golf und moderierte am Abend beim Health Care Golf Cup in Kitzbühl.

Ich blieb noch in der südlichen Ecke, exakt fuhr ich nach Kitzbühel in den österreichischen Alpen zum HealthCare Golf Cup. Die Pichlmayr-Stiftung, die in Hannover Kinder und Jugendliche sowie deren Familien vor und einer Organtransplantation unterstützt, lud mich dazu ein. Mit dieser Stiftung verbindet uns eine lange und herzliche Kooperation.

Oberbürgermeister Torsten Burmester hat die Fackel vor dem Wahrzeichen der Stadt dem Kölner Dom entgegengenommen.

Ebenso wie mit dem Bundesverband Kinderhospiz, last not least kam ich nach Köln, um die Engels-Fackel vom Kölner Dom aus weiterzutragen, der Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester war auch dabei. Um bei dem Bild zu bleiben: Ich werde auch weiterhin die Fackel von Aktion Kindertraum kreuz und quer und rauf und runter durch unsere Republik weithin sichtbar lodern lassen. Denn der Aufbruch geht weiter!

Ihre Ute

Picture of Ute Friese

Ute Friese

Ich studierte Lehramt und erfuhr nach dem zweiten Staatsexamen, dass es in den kommenden drei Jahren einen Einstellungsstopp für Lehrer geben würde. Als Texterin startete ich meine berufliche Laufbahn daher in einer Agentur für Sozialmarketing und war dort bis zur Geburt meiner Tochter 1996 mit dem Fundraising und der Öffentlichkeitsarbeit für wohltätige Organisationen betreut. Nach dem Erziehungsurlaub beschloss ich 1998 daheim im Arbeitszimmer meine eigene gemeinnützige Organisation zu gründen: Aktion Kindertraum war geboren!

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