Ute Friese und Michaela Nocke gestalten gemeinsam die Zukunft von Aktion Kindertraum
Bei Aktion Kindertraum wird ein neues Kapitel aufgeschlagen. Neben der Gründerin und Geschäftsführerin Ute Friese ist kürzlich die langjährige Mitarbeiterin Michaela Nocke ebenfalls zur Geschäftsführerin bestellt worden. Künftig wird die gemeinnützige Organisation von einer Doppelspitze geführt. So wird die erfolgreiche Arbeit langfristig und verlässlich gesichert.
Zukunftssicherung mit Weitblick
„Nach vielen Jahren voller Begegnungen, Herausforderungen und unvergesslicher Kinderträume habe ich mir bewusst die Frage gestellt: Wie stellen wir sicher, dass die Idee von Aktion Kindertraum langfristig weiterlebt?“
Und diese Frage hat Ute Friese unzweideutig beantwortet. Sie möchte Führungsverantwortung frühzeitig teilen, ihr enormes Wissen weitergeben und gemeinsam die Zukunft der bundesweiten Organisation von Aktion Kindertraum gestalten. Zumal es ihr sehr wichtig ist, dass Unternehmen, Stiftungen und private Förderer sowie weitere Unterstützer sich „der Kontinuität, Stabilität und nachhaltigen Entwicklung sicher sein können.“

Die Erweiterung der Geschäftsführung ist eine bewusst geplante Weiterentwicklung. Perspektivisch wird sich die Gründerin „etwas mehr aus dem operativen Geschäft zurückziehen“. Gleichwohl werden „Netzwerken, Events und Öffentlichkeitsarbeit weiterhin auf meiner Agenda stehen.“ Kein Zweifel: Jede Menge Ute-Friese-Energie wird nach wie vor in den Adern von Aktion Kindertraum fließen.
Fast drei Jahrzehnte im Dienst der Kinder
Seit der Gründung von Aktion Kindertraum drückte die Gründerin Ute Friese der NGO ihren ganz persönlichen Stempel auf. Fast schon drei Jahrzehnte erfüllt Aktion Kindertraum behinderten, schwer kranken und traumatisierten Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien Herzenswünsche.
Es fing 1998 alles an mit einem Faxgerät im hannoverschen Wohnzimmer von Ute Friese und dem ersten Wunsch eines mit HIV infizierten Jungen, der sich über einen Computer freuen konnte.
Mittlerweile wurden sage und schreibe über 4.000 Wünsche erfüllt. Angefangen etwa bei speziellen Rollstühlen oder Fahrrädern, über nicht von den Krankenkassen bezahlte Therapien mit Tieren und besondere Reisen bis hin zu speziellen medizinischen Geräten oder Assistenzhunden, deren Ausbildung bis zu 20.000 Euro kosten kann.

Ute Friese wird weiterhin das Gesicht von Aktion Kindertraum bleiben. Über Jahrzehnte hat sie ein einzigartiges Netzwerk aus Unterstützern und Förderern, aus Unternehmen und Medienvertretern aufgebaut. Ihre Kontakte, ihre Bekanntheit und ihre Leidenschaft für die Sache sind eng mit der Erfolgsgeschichte der Organisation verbunden.
Künftig wird sie sich noch stärker auf diesen repräsentativen Teil konzentrieren.
Für viele langjährige Wegbegleiter bleibt Ute Friese damit die vertraute Ansprechpartnerin und Botschafterin der Organisation.
Vom Ehrenamt in die Geschäftsführung
Für Ute Friese war es keine Frage, wer in die Doppelspitze von Aktion Kindertraum aufrücken sollte. „Michaela Nocke begleitet mehr als 22 Jahren mit großem Engagement, viel Erfahrung und voller Passion Aktion Kindertraum.“ An ihr schätzt sie insbesondere „die Macher-Qualität und durchweg positive Hartnäckigkeit“ und sie freut sich, „den künftigen Weg noch enger gemeinsam mit Michaela zu gehen.“ Zudem ist sie „dankbar für alle Menschen, die uns auf diesem Weg begleiten, unterstützen und an unsere Vision glauben.“
Michaela Nocke steht nun schon seit über zwei Jahrzehnten für diese Vision: „Mit Stolz kann ich sagen, dass sich meine Verlässlichkeit, Hartnäckigkeit und Hands-on-Mentalität ausgezahlt haben.“ Eben diese ihre Werte „möchte ich künftig in meine Arbeit einbringen und ich gebe alles dafür, dass Aktion Kindertraum weiterhin Erfolg hat.“

Vom ehrenamtlichen Engagement über Minijob zur Vollzeitbeschäftigung hat Michaela Nocke nahezu alle Entwicklungsschritte von Aktion Kindertraum begleitet. Als langjährige Prokuristin hat Michaela Nocke die Gründerin bereits in zahlreichen Belangen vertreten. Und während sich Ute Friese, wie gesagt, zunehmend aus dem operativen Geschäft zurückziehen wird, übernimmt die nunmehrige weitere Geschäftsführerin parallel dazu verstärkt administrative und operative Aufgaben innerhalb der Geschäftsstelle im Zentrum der niedersächsischen Landeshauptstadt. „Ich verantworte jetzt die organisatorischen Abläufe, internen Prozesse, Personalthemen und die tägliche Steuerung von Aktion Kindertraum.“
Der Schritt in die Doppelspitze ist für Michaela Nocke „persönlich sehr aufregend, auch wenn im Alltag nicht alles anders sein wird.“ Freilich, mit der neuen Rolle „verändert sich schon eins: die Verantwortung.“ Für sie reicht nun der Blickwinkel der Angestellten hin zur Verantwortung als Arbeitgeberin – „darauf schaue ich mit Respekt, aber auch mit großer Vorfreude.“ Und „gemeinsam mit unserem großartigen Team möchte ich dafür Sorge tragen, dass Aktion Kindertraum in Zukunft so erfolgreich bleibt, wie sie es in der Vergangenheit schon war.“
Zwei Stärken, eine Vision
So wird die neue Aktion Kindertraum- Doppelspitze von den Stärken dieser beiden Frauen profitieren. Während Ute Friese ihre Kraft vor allem der Außenwirkung, den Partnerschaften und der Netzwerkarbeit widmen wird, steht Michaela Nocke dafür, dass im Hintergrund notwenige Prozesse, effizient, professionell und wie stets zuverlässig laufen.
Ute Friese ist froh, Michaela Nocke als Geschäftsführerin an ihrer Seite zu haben: „Gemeinsam werden wir den fließenden Übergang gestalten und ich weiß um die vertrauensvollen Hände von Michaela, die sie bei Aktion Kindertraum anlegt.“ Ein besonderer Meilenstein wird im Jahr 2028 das dreißigjährige Jubiläum für die beiden Frauen und die ganze Organisation von Aktion Kindertraum sein. Man hat es über die Dekaden geschafft, sich immer neuen, inhaltlichen Herausforderungen zu stellen, stets die Weiterentwicklung von Aktion Kindertraum im Auge zu haben und die Flamme der Hoffnung nie erlöschen zu lassen.

Und was machen die beiden Geschäftsführerinnen, wenn sie mal nicht arbeiten?
„Ich habe hoffentlich künftig mehr Zeit, um Golf zu spielen und für das Klavier.“, verrät Ute Friese.
Michaela Nocke findet in der Gartenpflege die nötige Ruhe, „hier kann ich loslassen, das ist mein privates Rückzugsgebiet, da bin ich ganz bei mir.“
Was beide definitiv nicht loslassen werden, ist Aktion Kindertraum. Und da ist doch gut so.