Starke Frauen, starke Projekte im Jahr 2025

Liebe Freundinnen und Freunde von Aktion Kindertraum,

es passiert ja, zum Glück, immer wieder – die schöne Vorweihnachtszeit erinnert uns daran, dass sich das bald alte Jahr dem Ende zuneigt. Und vermutlich wird es vielen von Ihnen ähnlich gehen wie mir: Warum ist dieses Jahr 2025 bloß so schnell verflogen? In Luft aufgelöst hat es sich nicht, denn uns wird sicher dies und das und jenes auf ewig in Kopf und Herzen bleiben. Oftmals verschwimmen das alte und das neue Jahr ineinander, wenn ein Ereignis in 2025 seinen Anfang nimmt und sich erst in 2026 für uns entfaltet. Oder wir nehmen die eine oder andere Sorge oder mithin den einen oder anderen Wunsch mit hinüber.

Nachhaltige Wunscherfüllung

Wünsche sind die Spezialität von Aktion Kindertraum, mein Team und ich freuen uns stets am meisten, wenn wir den Wunsch eines Kindes, von Geschwistern oder Familien erfüllen können. Dabei ist überhaupt nicht entscheidend, ob der Wunsch nun klein oder groß erscheinen mag, das Wichtigste ist, dass der Wunsch von den Betroffenen kommt und er am besten auch noch so nachhaltig ist, dass er möglichst lange nachwirkt.
Die Leiterin des Kinderschutzzentrums Hamburg, die Sozialwissenschaftlerin Ulrike Minar, weiß das auch und sie weiß leider auch, dass den Belangen von Kindern in unserer Gesellschaft nach wie vor zu wenig Beachtung geschenkt wird. Ich habe Ulrike Minar wieder einmal in Hamburg im Rahmen einer Wunscherfüllung besucht und schätze sie sehr als Gesprächspartnerin und Netzwerkerin.

Ausdauer und Respekt

Gedankenaustausch mit dem Oberbürgermeister. Mit dabei Ute Friese (vorn im pinken Kleid) und Monika Plate (links hinter Ute Friese)

Von Hamburg ging es retour nach Hannover zu einem exklusiven Frauen-Treffen beim Oberbürgermeister Belit Onay. Er hatte zu einem Informationsaustausch und Abendessen ins Rathaus eingeladen, und zwar Frauen, die sich sozial engagieren. Mit dabei war Monika Plate, Bürgermeisterin unserer Landeshauptstadt und Vorsitzende des Inklusionsbeirats. Eine Frau, die Politik eben nicht als Selbstzweck oder Profilierungs-Instrument begreift, sondern als eine Möglichkeit, unsere Welt und die Lebensbedingungen gerade für sozial Schwächere konkret zu verbessern. Dazu braucht es Ausdauer, Respekt und Willensstärke, gerade und immer noch als Frau in der Politik, ob nun auf kommunaler, regionaler oder bundesweiter Ebene.

Johanna Ruoff und Ute Friese im Jahr 2025 auf dem Spielplatz vor einem Holzschiff in der Sternstunden-Mattisburg am Chiemsee.
Johanna Ruoff und Ute Friese auf dem Spielplatz der Sternstunden Mattisburg am Chiemsee.

Aus dem Norden hat es mich dann einmal mehr in den Süden Deutschlands geführt, zur Mattisburg am Chiemsee und zur Gründerin und Stifterin der Mattisburgen, Johanna Ruoff. Seit vielen Jahren kämpfen sie und ihre Mitarbeitenden in den verschiedenen Einrichtungen für Kinder, die traumatisierende Gewalt, extreme Vernachlässigung und/oder sexuellen Missbrauch erleiden mussten oder erleiden. Die Mattisburgen sind Schutzräume, in denen die Kinder Ruhe, Zuwendung und Verständnis erhalten. Es sind auch Orte in denen Bildung und Therapie miteinander verzahnt werden, wie etwa im Schutzhaus Sternstunden-Mattisburg am Chiemsee. Aktion Kindertraum unterstützt die Arbeit von Johanna Ruoff seit über zwanzig Jahren, aus vollem Herzen und den persönlichen Gedankenaustauch mit ihr schätze ich ebenfalls außerordentlich.

Große Freude, großes Engagement

Zwischendurch entspannten wir, das Team, zusammen mit unseren Ehrenamtlichen von Aktion Kindertraum auf einer Dachterrasse, als das Wetter freundlicher war, Es wurde gemeinsam gegrillt und gechillt und einmal mehr verinnerlicht, dass wir gemeinsam etwas Feines aufgebaut haben. Natürlich werden wir uns darauf nicht ausruhen, wir werden nicht ruhen, Aktion Kindertraum noch besser zu machen.

Ein gemütlicher Grillabend mit den Ehrenamtlichen, die sich hier um Helga Berndmeyer (Mitte) versammeln.

Und inzwischen bekamen Sie sicher mit, dass ich im Laufe der Jahre zu einer passionierten Golferin geworden bin und gelernt habe, dass man auf Golfturnieren vorzüglich netzwerkt.  Also konnte ich gar nicht anders, als einer Einladung zu folgen zu einem Turnier der Hannoverschen Volksbank in Garbsen. Kurios: Die A2 teilt quasi den Golfplatz und so gibt es für die Golfer eine eigene Fußgängerbrücke über die Autobahn.

Von Garbsen an den Niederrhein nach Xanten ist es dann schon wieder ein längeres Stück. Auch dort war ich weder zum ersten noch zum letzten Mal, denn hier hat die Stiftung des wunderbaren Hermann van Veen ihren Sitz. Sie hilft seit Langem behinderten und benachteiligten Kindern. Dessen langjähriger Vorsitzender Hans-Werner Neske feierte in Xanten seinen siebzigsten Geburtstag mit – na klar- 70 Gästen, von denen ich einer sein konnte. Dort traf ich viele gute alte Bekannte und knüpfte ebenfalls neue Kontakte für Aktion Kindertraum. Die Herman van Veen-Stiftung und Aktion Kindertraum sind schon sehr lange und sehr gern und hoffentlich noch viele Jahre Partner, mit großer Freude und großem Engagement.

Kinder in Brennpunkten

Von dort aus ging es zum Sommerfest der Edelsteinklinik Bruchweiler Fachklinik für Kinder- und Jugendrehabilitation, das sind Kliniken für Kinder- und Jugendliche, die hier für mehrere Wochen rehabilitiert werden. Beweglichkeit, Schmerzfreiheit und Lebensqualität sind hier die Stichworte.
Meine nächste Station war in Hamburg die Michael Otto Musikschule, einer staatlichen Schule, die sich besonders der musikalischen Förderung von Kindern und Jugendlichen verschrieben hat. Das Treffen mit dem pädagogischen Leiter dieser Einrichtung, Winfried Stegmann, gestaltete sich sehr produktiv: Gemeinsam mit dem Projekt „Aus der Stille in den Klang“ werden wir Anfang 2026 ein Konzert organisieren, das es in sich hat. Mehr sei aber noch nicht verraten.

15 Jahre Jumpers in Kassel und ein Ehrengast war Steffie Nerius, Weltmeisterin 2009 im Speerwerfen

Sodann führte mich mein Weg nach Kassel in Hessen zu einem Standort der Jumpers – Jugend mit Perspektive, „bei Jumpers wollen wir die Welt für Kinder jeden Tag ein bisschen besser machen“. Seit 15 Jahren wird hier und anderswo in der Republik Kindern in Brennpunkten geholfen, etwa durch Tagesangebote. Und damit sind die Jumpers selbstverständlich ein Kooperations-Partner für Aktion Kindertraum.
Zurück in Hannover war ein wesentlicher Teil unserer Arbeit zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der 10. Nicolas Kiefer Charity zu Gunsten von Aktion Kindertraum bestimmt.
Auf frische Luft und beste Stimmung folgte dann der politische Wind beim Abend der Familienunternehmer in der Hauptstadt Berlin, in einer, wie wir alle wissen, angespannten wirtschaftlichen Lage. Nichtsdestotrotz ist der politische Austausch unter den demokratischen Parteien wichtiger denn je.

So soll es sein

Mauritia Mack, Schirmherrin des Europa-Parks und Botschafterin des Bundesverband Kinderhospiz eröffnet die Veranstaltung zum Welthospiztag

Fröhlicher war da schon der Kinderhospiz-Tag im Europa Park Rust mit 500 gut gelaunten Gästen, da durfte ich einfach nicht fehlen, denn Aktion Kindertraum ist jahrzehntelanger Unterstützer der Kinderhospize und die Grüne Bande war übrigens auch da. Mauritia Mack, die Ehefrau des Europa Park-Gründers Jürgen Mack, ist Botschafterin des Bundesverbandes der Kinderhospize.
Etwas größer fiel dann die infa Verbrauchermesse in Hannover aus. Wie jedes Jahr zog ein von der Konditorei Kreipe aufgestelltes großes Hexenhäuschen wieder zahlreiche Besucher und Besucherinnen in die infa-Weihnachtshalle. Wir vom Team Aktion Kindertraum kümmerten uns um die vielen kleinen und großen „Konditoren“ beim Verschönern des Knusperhäuschens mit diversen Süßigkeiten.

Hoch erfreuen konnten wir schließlich noch Jonte, der sich einen Rugby-Sportrollstuhl gewünscht hatte. Und diesen Wunsch konnten wir ihm bei der Übergabe dessen in Achim bei Bremen erfüllen. In einer barrierefreien Sporthalle konnte Jonte ihn gleich sportlichst testen. Und ich sage Ihnen, bei diesen Spielen von behinderten und nichtbehinderten Menschen geht es aber sowas von zur Sache. Klar, dass da jeder Rollstuhl individuell angepasst werden muss und das hat seinen Preis, 11.000 Euro. Klar ist desgleichen: Der Riesen-Wunsch von Jonte wird ihm nachhaltig helfen. So soll es sein.

Ich wünsche Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest und einen gelassenen Rutsch ins Neue Jahr

Ihre Ute

 

Picture of Ute Friese

Ute Friese

Ich studierte Lehramt und erfuhr nach dem zweiten Staatsexamen, dass es in den kommenden drei Jahren einen Einstellungsstopp für Lehrer geben würde. Als Texterin startete ich meine berufliche Laufbahn daher in einer Agentur für Sozialmarketing und war dort bis zur Geburt meiner Tochter 1996 mit dem Fundraising und der Öffentlichkeitsarbeit für wohltätige Organisationen betreut. Nach dem Erziehungsurlaub beschloss ich 1998 daheim im Arbeitszimmer meine eigene gemeinnützige Organisation zu gründen: Aktion Kindertraum war geboren!

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