Unser Wunsch des Monats


Hundgestützte Therapie im Kindergarten St. Barbara

Im integrativen Kindergarten St. Barbara in Hultrop fällt es Benjamin, Lynn und Selma heute besonders schwer, im Morgenkreis sitzenzubleiben. Die drei erwarten nämlich sehnsüchtig Besuch: Petra Bergmann kommt mit ihren beiden Therapiehunden Majvi und Luca in den Kindergarten.

Die Erzieherinnen im Kindergarten St. Barbara sind auf den Hund gekommen und haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht! Bis zu 60 Kinder werden hier betreut. 40 von ihnen benötigen besondere Förderung. Neben unterschiedlichen körperlichen Behin-derungen zeigen viele Kinder außerdem eine verzögerte Entwicklung oder Auffällig-keiten im Verhalten. Um die Kinder optimal fördern zu können, setzt der Kindergarten die hundgestützte Therapie ein.

Aktion Kindertraum fördert dieses erfolgreiche Projekt schon seit fünf Jahren, leider steht die hundgestützte Therapie jetzt mangels Spenden vor dem Aus.
 
Doch Benjamin, Lynn und Selma, die heute an der Reihe sind und gleich nach dem Morgenkreis ungeduldig an der Eingangstür auf Luca und Majvi warten, wissen davon nichts und sind voller Vorfreude.

Benjamin darf heute zuerst mit Luca ‚üben‘. Der ansonsten schüchterne 5-Jährige nähert sich vorsichtig dem Hund. Tier und Kind genießen sichtlich den Körperkontakt, als Benjamin sich endlich entschließt und mit seinen kleinen Händen über das Fell streichelt. Das hat er sich sonst nicht getraut. Ein toller Erfolg!

Der wohl wichtigste Grund für den erfolgreichen Einsatz dieser besonderen Therapieform ist, dass die Tiere ganz unvoreingenommen reagieren. Sie kümmern sich nicht um körperliche oder seelische Makel, sie nehmen jedes Kind so, wie es ist. So erreicht Petra Bergmann mit Hilfe ihrer Hunde alle Kinder: Auch die verschlossenen und ängstlichen Kinder können sich dem Bedürfnis, das weiche Fell zu kraulen, nicht entziehen. Die Unruhigen und Draufgänger dagegen werden in der Gegenwart der Tiere ruhiger und vorsichtiger.

Inzwischen baut der sprachbehinderte Benjamin aus unterschiedlich großen Bechern einen Turm und versteckt dazwischen ein Leckerchen für Therapiehund Luca. Der wartet geduldig, bis der Junge mit seinem Bauwerk fertig ist. Erst wenn Benjamin das Kommando ‚Such‘ gibt, stupst der Hund die Becherpyramide um und holt sich das Leckerchen. Benjamin lacht und kreischt vor Freude und seine Augen leuchten, wenn die Becher durcheinander purzeln.

Es ist gar nicht lange her, da saß Benjamin beim Spiel der anderen Kinder nur unbeteiligt und zurückgezogen dabei. Im spielerischen Umgang mit dem Hund ist sein Selbstver-trauen enorm gewachsen und er ist sichtlich stolz, wenn Luca auf seine Befehle ‚Sitz‘, ‚Platz‘ oder ‚Such‘ reagiert. Und so ganz nebenbei trainiert Benjamin seine Motorik, Beobachtungsfähigkeit, Konzentration und Geduld.

Die hundgestützte Therapie ist wie ein ‚Türöffner‘, der es Erzieherinnen und Therapeuten oft erst ermöglicht, eine tragfähige Beziehung zu den Kindern aufzubauen und weitere therapeutische Möglichkeiten einzusetzen.

Auch für die weitere Entwicklung von Lynn und Selma hoffen die Erzieherinnen auf einen positiven Einfluss der hundgestützten Therapie. Die beiden Freundinnen dürfen mit Majvi, dem zweiten Therapiehund, üben. Hier geht es heute um die erste Kontakt-aufnahme zwischen Hund und Kindern. Die Mädchen sind ganz bei der Sache, als Petra Bergmann die ersten Kommandos erklärt.

Hunde gelten als treue Freunde des Menschen. In der hundgestützten Therapie werden sie gar zu hilfreichen Therapeuten! Es wäre ein großer Verlust für die Kinder, wenn diese erfolgreiche alternative Behandlungsmethode nicht weiter- geführt werden könnte! Denn leider werden die Kosten dafür von keiner Krankenkasse übernommen. Nur mit Hilfe von Spenden kann es dieses besondere Angebot zum Wohle der Kinder geben.

Wir möchten sicherstellen, dass die Kinder in Hultrop weiterhin Besuch von Luca und Majvi bekommen! Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende, dass die tiergestützte Therapie im Kindergarten St. Barbara auf jeden Fall fortgesetzt werden kann.

Wunsch
Fortführung der hundegestützten Therapie
Kosten in Ermittlung (Fragen und Antworten)
Online-Spende