Unser Wunsch des Monats


Assistenzhunde ermöglichen Kindern mit Behinderungen ein eigenständigeres Leben.

Ein Blindenführhund bei der Arbeit lässt sich durch nichts und niemanden ablenken. Voller Konzentration führt er ‚seinen‘ Menschen sicher durch den Straßenverkehr und ermöglicht ihm so ein weitgehend selbstständiges Leben.

Doch Hunde helfen nicht nur blinden Menschen. Inzwischen werden Assistenzhunde auch bei Diabetes, Epilepsie, Autismus oder eingeschränkter Mobilität als zuverlässige und treue Helfer mit großem Erfolg eingesetzt – vor allem bei Kindern und Jugendlichen.

Aktion Kindertraum bemüht sich zurzeit um die Erfüllung von acht Herzenswünschen, in denen sich Kinder mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen einen speziell ausgebildeten vierbeinigen Freund und Helfer wünschen. So befinden sich zum Beispiel jeweils ein Diabetes-Warnhund für Lara und Stefan in Ausbildung, die den beiden bald mehr Eigenständigkeit im Alltag ermöglichen werden.

Die sechsjährige Frieda dagegen ist auf den Rollstuhl angewiesen. Sie möchte gerne gemeinsam mit ihrer gesunden Zwillingsschwester die Regelschule besuchen. Um dem Mädchen das zu ermöglichen, wird seit Oktober 2014 der Golden Retriever Lotte für sie zum Assistenzhund ausgebildet.

Wie lebenswichtig ein passend ausgebildeter Hund für ein krankes oder beeinträchtigtes Kind ist, wird am Beispiel des neun Jahre alten Timo deutlich, bei dem eine angeborene tiefgreifende Wahrnehmungsstörung (Asperger-Syndrom) vorliegt.

Timo ist ein schlaues Kerlchen. Doch als Asperger-Autist hat er Schwierigkeiten mit der Verarbeitung von Eindrücken und reagiert bei Reizüberflutung aggressiv. Außerdem fällt es ihm schwer die Gestik, Mimik und auch Worte seiner Mitmenschen richtig zu deuten. Das führt immer wieder zu Missverständnissen. Schon im Kindergarten zog Timo sich oft zurück und spielte lieber für sich allein.

In der Schule wurde es für Timo richtig schlimm: Die vielen Kinder und der Lärm überforderten den Jungen vollends. Darum wird Timo zurzeit zu Hause beschult. Doch das heißt, er hat keine Freunde und auch keine Freude.

Timo benötigt rund um die Uhr Begleitung, weil er die Gefahren des Straßenverkehrs nicht einschätzen kann. Selbst auf den Spielplatz kann er nicht ohne Aufsicht gehen. Inzwischen traut sich Timo kaum noch etwas zu. Er hat viel von seinem Selbstvertrauen und seiner Lebensfreude verloren.

Außerhalb der Familie hat Timo keine Möglichkeit, am normalen Leben eines Neunjährigen teilzuhaben. Doch Timo liebt Tiere, vor allem Hunde. Darum hat sich die Familie entschlossen, einen anzuschaffen. Als Timos Mutter erfuhr, dass es speziell ausgebildete Assistenzhunde auch für Autisten gibt, bat sie Aktion Kindertraum um Unterstützung.

Seit kurzem wird Abby nun zum Autismus-Begleithund ausgebildet. Und es zeigen sich schon erste Erfolge: Timo fällt es schon leichter, Kontakt aufzunehmen und er ist sogar bereit mit Abby zu kuscheln. In ihrer Gegenwart fühlt er sich wohl und sicher, denn sie akzeptiert den Jungen so wie er ist.

Wir möchten gerne möglichst vielen Kindern ihren Wunsch nach einem Assistenzhund erfüllen. Etwa 5.000 bis 6.000 Euro kostet die bis zu zwei Jahren dauernde Ausbildung eines ‚Helfers auf vier Pfoten‘. Zuviel für die Familien, die durch die Krankheit ihrer Kinder sowieso schon finanziell belastet sind.

Bitte unterstützen Sie uns bei der Ausbildung von Assistenzhunden für beeinträchtigte oder schwerkranke Kinder wie Timo, Lara, Stefan oder Frieda. Ihre Spende schenkt diesen Kindern einen treuen Freund für ein fröhlicheres und eigenständigeres Leben.

 

Wunsch
Einen ausgebildeten Autismusbegleithund
Kosten jeweils ca. 5.000 € (Fragen und Antworten)
Online-Spende